Ein Leben der radikalen Gottsuche
                                                   und zugleich der ausgeglichenen Maßhaltung 


„Das Gottsuchen ist ein hohes Gut, die Erste der Gaben und der Letzte der Fortschritte.
Sucht sein Antlitz allezeit, sagt der Psalmist.
Ich glaube, selbst wenn man Gott gefunden hat,
wird man nicht mit dem Suchen aufhören.
Sogar das glückliche Finden, lässt das Verlangen nicht ersticken, sondern erstarken. Bedeutet etwa die vollendete Freude
das Ende des Verlangens?
Nein, Öl ist sie darauf, denn das Verlangen ist Feuer.
So ist es: Die Freude wird einmal voll sein,
aber das Verlangen wird kein Ende haben
und deshalb auch nicht das Suchen!

Bernhard von Clairvaux

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"Der Abt sei in seinen Befehlen
vorausschauend und besonnen.
Bei geistlichen
und bei weltlichen Aufträgen
unterscheide er genau
und halte Maß,
...damit die Starken finden,
wonach sie verlangen,
und die Schwachen nicht davon laufen

Aus der Regel des hl. Benedikt, Kap 64