Ein Leben unter dem Schutz der Gottesmutter Maria
                                                   und zugleich in ihrer Haltung


"Bei all unserem Dienst, den wir Gott und der Kirche leisten,
wollen wir uns unter den mütterlichen Schutz Mariens,
der Mutter der Kirche und Patronin unseres Ordens, stellen.
Nach dem Vorbild unserer Ordensväter wollen wir sie
kindlich verehren, ihre Fürbitte erflehen und ihr Leben nachahmen."

Erklärung des Generalkapitels 2000 über das Zisterzienserleben heute




„Wenn du erfährst, dass dieses Leben mehr ein Dahintreiben in Wellen, Wind und Wetter ist als ein Dahinschreiten auf festem Land:
Wende deine Augen nicht ab von Maria, dem Stern des Meeres, damit du nicht untergehst in den Stürmen.
Wenn die Sturmwinde der Versuchungen daherbrausen, wenn du zwischen die Klippen der Drangsale verschlagen wirst, blick auf zum Stern, ruf zu Maria!
Wenn dich emporschleudern Wogen des Stolzes, des Ehrgeizes, der Verleumdung, der Eifersucht – blick auf zum Stern, ruf zu Maria!
Wenn Zorn, Habsucht oder die Begierde des Fleisches deine Seele erschüttern – blick auf zu Maria!
Wenn du die Last der Sünden drückt und die Schmach des Gewissens beschämt, wenn dich die Strenge des Gerichts schreckt, wenn du drohst, von abgrundtiefer Traurigkeit und Verzweiflung verschlungen zu werden, - denk an Maria!
In Gefahren, in Ängsten, in Zweifeln – denk an Maria, ruf zu Maria!
Ihr Name weiche nicht aus deinem Munde, weiche nicht aus deinem Herzen!
Damit du aber ihre Hilfe und Fürbitte erlangst, vergiss nicht das Vorbild Ihres Lebens!

Bernhard von Clairvaux